Ein wichtiges Anliegen 
für den Tourismus und die Gemeinden

Die Energieregion Goms mit acht Gemeinden, drei Tourismusorganisationen und vier Energieversorgern unterstützt die Kampagne «MakeHeatSimple». Über ein spezielles Programm zahlt sie zudem Förderbeiträge für Fernbedienungslösungen von Heizungen. Präsidentin Monika Holzegger erklärt, warum sich die Region so für das Thema Energiesparen einsetzt.

Warum engagiert sich die Energieregion Goms für die Kampagne «MakeHeatSimple» von Energie Schweiz?

Weil dies ein sehr wichtiges Anliegen für den Tourismus und die Gemeinden ist. Als wir erfahren haben, dass EnergieSchweiz Flyer zur Kampagne verteilen will, sind wir aktiv geworden. Wir haben die Bestellung der Flyer mit den Gemeinden und den Interessengemeinschaften der Zweitwohnungsbesitzer koordiniert und uns um die Auslieferung gekümmert. Den Flyer haben wir mit einem Begleitschreiben der Energieregion ergänzt und dem Anliegen so zu noch mehr Unterstützung verholfen. Eine gute Zusammenarbeit ist uns wichtig!

Wir beurteilen Sie die Chancen der Kampagne in Ihrer Region?

In unserer Region gibt es über 3000 Zweitwohnungen, die meisten davon entstanden in den 70er und 80er Jahren. Bei vielen Gebäuden gibt es nun Renovationsbedarf, zu dem häufig noch ein Generationswechsel bei den Besitzern kommt. Das hat uns eine Umfrage gezeigt, die wir 2017 bei rund 1100 Zweitwohnungsbesitzern im Landschaftspark Binntal durchgeführt haben. Die Kampagne von EnergieSchweiz dürfte hier also auf fruchtbaren Boden treffen.

Ihr Engagement geht aber über die logistische Unterstützung hinaus.

In der Tat. Wir haben im Goms bereits letztes Jahr ein Förderprogramm für die Installation von Fernbedienungslösungen von Heizungen in Zweitwohnungen ins Leben gerufen. Wir konnten 14 Anträge mit je 300 Franken unterstützen. Als wir von der Kampagne des Bundes erfuhren, haben wir den Fördertopf für 2019 nachträglich auf 6000 Franken erhöht. Mit der nun lancierten Kampagne werden die bereitgestellten Mittel wohl kaum ausreichen. In den nächsten Wochen wollen wir deshalb versuchen, zusätzliche Mittel für unser Förderprogramm zu beschaffen. Etwa über die drei Interessengemeinschaften der Zweitwohnungsbesitzer in unserer Region, aber auch über andere Stellen von Bund und Kanton. Das Hauptanliegen dieser Interessengemeinschaften waren lange die neuen Kurtaxenreglemente. Nachdem die Urteile des Bundesgerichts vorliegen, haben die Interessengemeinschaften jetzt die Chance, sich inhaltlich neu zu positionieren. Dabei könnten Energiefragen eine wichtige Rolle spielen. Ebenso wollen wir von der Energieregion Goms die Kampagne «MakeHeatSimple» als Gelegenheit nutzen, um ein breiteres Publikum anzusprechen und unsere Aktivitäten auch den Zweitwohnungsbesitzern vorzustellen.